Das Raunen eines Olivenhains hat etwas sehr Intimes, unglaublich Altehrwürdiges an sich. Es ist zu schön, als dass ich versuchen könnte, es zu verstehen oder gar wagen könnte, es zu malen.
Das Spiel von Licht und Schatten lässt aus den unbeugsam wirkenden Gestalten Gesichter und Figuren hervortreten und zurücktreten in die Anarchie der Strukturen.
Sehe ich sie lange genug an, lassen sie mich von ihrem Wesen ahnen, etwas, das ich nicht in Worte fassen kann.
Wie alte Gebäude haben sie Jahrhunderte überdauert, jedoch anders als diese, wachsen sie weiter – langsam und beständig - und bringen Jahr für Jahr weiterhin Früchte.
1943 geboren, wuchs ich nahe der holländischen Grenze auf. Nach dem Abitur studierte ich in Hamburg Grafik, Psychologie und Altmittelamerikanistik. Auf ausgedehnten Studienreisen habe ich Griechenland, Spanien, Marokko, Guatemala, Mexico und die USA kennengelernt. Heute arbeite ich als Psychologe und beschäftige mich zum Ausgleich mit dem Malen, Formen und Fotografieren. 2002 in Apulien sah ich mir erstmals bewusst Olivenbäume an.