Der jetzt, zum Zeitpunkt dieser Ausstellung, 68-jährige Ungar Mihály Moldvey kam 1962 mit der ersten Generation von Gastarbeitern aus Jugoslawien nach Deutschland. Aus ursprünglich geplanten drei Monaten wurde ein Daueraufenthalt... bis heute. Er hat verstanden, wie man in Deutschland etwas erreichen kann.
Seine erfolgreiche Bewerbung bei einer Fotoschule mit einer EXAKTA gab ihm die Grundlage für zukünftige Tätigkeiten:
1966 wurde er freier Mitarbeiter beim "Hamburger Abendblatt". Mit dem neugierigen Blick eines jungen Gastarbeiters fotografierte Mihály Moldvay das Leben in "seinem Hamburg". Das Alltägliche in dieser Stadt faszinierte ihn und er dokumentierte es mit seinen Bildern. Die meisten der Fotos wurden im "Hamburger Abendblatt" veröffentlicht.
1968 wurde der stern durch seine Reportagen auf ihn aufmerksam und gewann ihn als Fotografen.
Seitdem hat er bis zu seiner Rente zu vielen Themen beigetragen. Unter anderem waren es Reisen in Ostblockländer, mit dem Fischdampfer vor Grönland, mit der CAP ANAMUR ins Südchinesische Meer und mit zurückkehrenden Gastarbeitern in die Türkei.
1984 erhielt er den 1. Preis für Natur und Zukunft beim "World Press Photo".